Inhaltsverzeichnis
- Was ist ein sicherer Rückruf und warum ist er wichtig?
- Häufige Probleme beim Rückruf
- Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Die richtige Ausrüstung
- Rückruftraining bei Welpen
- Fazit
- Häufige Fehler
- Tabelle: Auf einen Blick
Was ist ein sicherer Rückruf und warum ist er wichtig?
Der Rückruf bedeutet, dass dein Hund auf ein bestimmtes Signal – meist ein Wort oder eine Pfeife – sofort und zuverlässig zu dir zurückkommt, egal was ihn gerade ablenkt. Ein sicherer Rückruf ist nicht nur praktisch, sondern kann in Gefahrensituationen sogar lebensrettend sein. Er ermöglicht mehr Freiheit für den Hund und gleichzeitig Sicherheit für dich und deine Umwelt.
Häufige Probleme beim Rückruf
Viele Hundehalter:innen kennen die Situation: Der Hund hört drinnen perfekt, draußen aber scheinbar gar nicht. Die häufigsten Ursachen sind:
- Zu viele Ablenkungen in der Umgebung
- Rückruf wurde nicht konsequent trainiert
- Signal wurde „abgenutzt“ (zu oft ohne Belohnung benutzt)
- Hund hat gelernt, dass Ignorieren keine Konsequenzen hat
Wichtig: Ein schlechter Rückruf ist kein „Ungehorsam“ aus Bosheit, sondern meist ein Trainings- oder Motivationsproblem.

Schritt-für-Schritt-Anleitung
1. Ruhige Umgebung wählen
Beginne in einer ablenkungsarmen Umgebung, zum Beispiel im Wohnzimmer oder im Garten. So kann sich dein Hund auf dich konzentrieren.
2. Klare Rückruf-Signale festlegen
Wähle ein eindeutiges Wort wie „Hier“ oder „Komm“ oder nutze eine Hundepfeife. Verwende immer dasselbe Signal, damit keine Verwirrung entsteht.
3. Sofortige Belohnung
Kommt der Hund zu dir, gibt es sofort eine hochwertige Belohnung – Futter, Spielzeug oder ein ausgelassenes Lob. Das macht den Rückruf für ihn attraktiv.
4. Distanz und Ablenkung langsam steigern
Erhöhe den Schwierigkeitsgrad Schritt für Schritt: erst in größerer Entfernung, dann mit leichten Ablenkungen, später in verschiedenen Umgebungen.
5. Positive Verstärkung statt Strafe
Strafe beim Rückruf zerstört Vertrauen. Wenn der Hund nicht sofort kommt, bleibe ruhig, wiederhole das Signal und belohne ihn, sobald er reagiert.
6. Variieren und Spaß behalten
Nutze den Rückruf nicht nur, um „den Spaziergang zu beenden“. Rufe den Hund auch zum Spielen oder zu einer tollen Aktivität, damit er gern zurückkommt.
Die richtige Ausrüstung
Für das Rückruftraining ist funktionales, sicheres und komfortables Zubehör wichtig:
- Eine lange Schleppleine (5–10 Meter) für sicheres Training auf Distanz
- Ein bequemes, passgenaues Hundehalsband
- Besonders schmackhafte Leckerli oder ein Lieblingsspielzeug
Tipp: Achte bei Halsband und Leine auf eine gute Polsterung, stabile Materialien und einen sicheren Verschluss – so trainierst du komfortabel und sicher.
Rückruftraining bei Welpen
Je früher der Hund den Rückruf lernt, desto besser. Bei Welpen gilt:
- Kurz und spielerisch trainieren
- Immer positiv bestärken
- Regelmäßig üben, aber nie überfordern
Welpen sind neugierig und leicht abzulenken – deswegen ist Geduld der Schlüssel.

Fazit
Ein sicherer Rückruf ist eine der wichtigsten Grundlagen im Hundetraining. Mit Geduld, konsequentem Üben und den richtigen Belohnungen kannst du deinem Hund beibringen, zuverlässig auf dein Signal zu reagieren – egal, was um ihn herum passiert. So schafft ihr Freiheit und Sicherheit zugleich.
Häufige Fehler
- Signal zu oft wiederholen, ohne dass der Hund reagiert
- Nur rufen, wenn etwas „Unangenehmes“ folgt (z. B. Ende des Freilaufs)
- Strafen, wenn der Hund nicht sofort kommt
- Zu schnelle Steigerung der Ablenkung
- Unregelmäßige oder langweilige Belohnungen
Tabelle: Auf einen Blick
Trainingsstart | Ab dem Welpenalter möglich |
Signal | Klares Wort oder Pfeife |
Trainingsdauer | 5–10 Minuten, mehrmals pro Tag |
Hilfsmittel | Schleppleine, Leckerli, Spielzeug |
Schwierigkeitssteigerung | Langsam – erst Distanz, dann Ablenkung |
Erfolgskriterium | Hund kommt zuverlässig auf das Signal zurück |
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